Lyrik
Licht und Schatten
Dort scheint das Licht,doch nur durch Zufall trifft es Dich.
Äste wiegen sich im Winde,
Blätter werfen Schatten.
Setz Dich ein Stück nach vorn,
schon sitzt Du im Sonnenschein.
Ein Stück nach hinten gerückt,
und es wird dunkel und kalt.
Schatten oder Licht, Du hast die Wahl.
Aber wo kein Baum,
da kann auch kein Schatten sein.
(c) Markus Brillert / VG Wort
Vier Bananen in Arabien
In der weiten Wüste von Arabienberatschlagten vier junge Bananen,
nebst ihren mit Gold bepackten Dromedaren.
Vorbei zogen viele Karawanen,
doch den Weg nach Kairo erfragen,
nein, das wollten sie lieber nicht wagen.
Die vier Bananen wurden süß und reif,
nicht mehr knackig und steif,
die Schale nicht gelb, sondern schwarz.
Von Raben und Geiern angefressen,
wer sie einmal sah,
wird den Anblick niemals wieder vergessen.
In Vollmondnächten sind sie zu sehen,
wie sie in gebückter Haltung,
langsam über den Horizont ziehen.
Von den Zelten der hiesigen Oasen,
tönt es geheimnisvoll und leise,
zwischen Fladenbrot und Wasserpfeife,
die Sage von den Zombiebananen mit ihren goldglänzenden Dromedaren.
(c) Markus Brillert / VG Wort
Das kleine Nagetier
Du blöder Jäger Du,Du und Dein lautes Schießgewehr.
Nage an Deinem Hochsitz,
Krach, Krach, Krabum.
Das kannst nicht nur Du.
Fällst in den Dreck,
und das Schießgewehr schießt Birnen und Brombeeren weg.
Nun haben Wald und See endlich wieder ihre Ruh.
(c) Markus Brillert / VG Wort